Melanie Klefeldt – ADHS-Trainerin & Inklusionspädagogin – und selbst von ADHS betroffen

Ich bin 1987 in Bremervörde geboren und lebe mit meinem Mann, unseren zwei wunderbaren Kindern und unseren beiden Katern in Gnarrenburg. Schon seit ich denken kann, habe ich großes Interesse an medizinischen und psychologischen Themen. Bereits als Kind verbrachte ich viel meiner Freizeit wie im Tunnel über entsprechenden Büchern.

Wie alle Eltern wollen wir in der Begleitung unserer Kinder möglichst viel “richtig” machen: So besuchten wir zahlreiche Workshops und Vorträge, wie zum Beispiel “Starke Eltern – Starke Kinder” und es sammelten sich zahlreiche Erziehungsratgeber und -fachbücher zu verschiedensten Themen in unserem Bücherregal.

Da ich gern Menschen helfe und auch gern mit Kindern arbeite, entschloss ich mich, mein umfangreiches Wissen beruflich anzuwenden und nicht in meinen medizinischen Beruf zurückzukehren.

Ich machte eine Ausbildung zur pädagogischen Mitarbeiterin für die verlässliche Grundschule. Parallel dazu begann ich eine Weiterbildung zur Inklusionspädagogin.

In diesen Ausbildungen merkte ich, dass mich ganz besonders das sehr umfangreiche Thema ADHS interessiert – auch, weil es mich selbst betrifft – so dass ich zur Vertiefung meiner Kenntnisse daraufhin eine Ausbildung zur ADHS-Elterntrainerin machte und kurz darauf dann auch die Ausbildung zur ADHS-Trainerin für Erwachsene. Da sehr viele Eltern von Kindern mit ADHS selbst betroffen sind, ist es für nachhaltige Verbesserungen der familiären Situation unverzichtbar, das gesamte Familiengefüge zu betrachten. Viele Eltern leiden selbst unter Problemen mit Impulsivität und haben Schwierigkeiten mit der Organisation des Familienalltags. Diese Doppelbelastung habe ich daher in meinen Trainings immer im Blick.

In unzähligen Gesprächen mit betroffenen Familien bekomme ich ein umfangreiches Bild davon, was diese Familien tagtäglich – je nach Schweregrad der ADHS – zu leisten haben und dass es wichtig ist, ihre Kräfte und Ressourcen zu stärken, damit sie ihre Kinder optimal begleiten können. Zudem bin ich durch meine eigene ADHS nicht nur theoretisch, sondern eben auch praktisch dem Thema sehr verbunden und weiß genau, wie sich das Leben für Betroffene anfühlen kann.

Aber auch, wenn die Erwachsenen, die mich kontaktieren, keine Kinder haben, ist es mir ein Anliegen, ihnen zu einem besseren Umgang mit ihren individuellen Problemen zu verhelfen. Denn oft haben sie bereits den Rucksack randvoll durch ihren sehr beschwerlichen Lebensweg mit einer meist bis ins Erwachsenenalter unbemerkten ADHS.

Ich arbeite neben meinem Hauptberuf als ADHS-Trainerin für Eltern und selbst betroffene Erwachsene als pädagogische Mitarbeiterin & Inklusionspädagogin an einer tollen Grundschule. So sitze ich praktisch an der Schnittstelle und habe ein gutes Gespür dafür, mit welchen komplexen Schwierigkeiten sowohl Familien als auch Schulen konfrontiert sind, wenn ein Kind ADHS hat. Da die Erziehung zuhause aber nur die “halbe Miete” ist, liegen mir auch ganz besonders die Fortbildungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und anderem pädagogischen Personal sehr am Herzen.

Betroffenen Familien professionell und lösungsorientiert zu helfen und faktenbasiertes Wissen zu verbreiten, ist mir eine Herzensangelegenheit.

Es ist mir wichtig, dass wir als Gesellschaft unser oftmals sehr vorurteilsbehaftetes Bild der ADHS und dessen Therapie überdenken und es den Familien nicht schwerer machen, als sie es eh schon oft genug haben.

Deshalb betreibe ich sehr (inter-)aktiv Aufklärungsarbeit bei Instagram. Schaut doch gern mal dort vorbei!

Nachweise

Elterntrainerin bei ADS/ADHS (IFLW)
www.iflw.de – Prüfnummer ET-353-PR-22198

Schulbegleiterin/Inklusionspädagogin (IFLW)
www.iflw.de – Prüfnummer SCH-602-PR-22198